Die Algorithmus-Änderung „Code Venice“ von Google fand bisher bei den meisten SEOs kaum Beachtung. Warum das Update jedoch mehr Aufsehen erregen sollte und weshalb gerade lokale Kleinunternehmen von der Änderung betroffen sind und bezüglich ihrer Websiteoptimierung drastisch umdenken müssen, werde ich hier näher erläutern.
Stärkere Gewichtung der klassischen SEO-Faktoren
Wurde bisher bei lokalen Unternehmen mehr Wert auf Faktoren wie Google Places und externe Bewertungen gelegt, so ändert sich dies mit der Einführung des Google Venice Updates in der Hinsicht, dass nun die klassischen SEO-Ranking-Kriterien wieder eine stärkere Gewichtung erhalten. Dies war bisher eher bei großen Unternehmen der Fall, die nicht auf eine bestimmte Region begrenzt sind.
Im Einzelnen bedeutet die Einführung der Algorithmus-Änderung, dass nun mehr Wert auf die Popularität von Links und Domains gelegt werden sollte und zusätzlich erhalten die OnPage Faktoren wie Seitentitel, Überschriften, Fließtext und interne Verlinkungen eine größere Bedeutung.
Dies hat schwerwiegende Folgen für lokale Unternehmen, da diese sich nun nicht mehr auf die Effizienz ihrer Google-Places Einträge, mit denen sie sich aus kostentechnischen Gründen bisher am meisten beschäftigt hatten, verlassen können. Stattdessen müssen die Websites nach klassischen Kriterien neu optimiert werden, was nicht nur einen großen Zeit- sondern auch einen hohen Kostenaufwand bedeutet. Lokale Unternehmen besitzen also ohne eine ausreichende Optimierung kaum noch die Möglichkeit, mit größeren Unternehmen, die mehr Budget für die Optimierung ihrer Website zur Verfügung haben, zu konkurrieren.
Ranking-Platzierung erhöhen durch lokale Bezüge
In der Praxis bedeutet die Algorithmus-Änderung, dass lokale Kleinunternehmen bei der Optimierung auf lokale Bezüge achten müssen. Sowohl innerhalb der URL als auch im Seitentitel und der Seitenbeschreibung muss eine lokale Bezeichnung integriert sein, die es ermöglicht, dass das Unternehmen auch von Webusern gefunden wird, die sich nicht in unmittelbarer Nähe aufhalten. Gleichzeitig muss auch der Content der Seite Hinweise auf die Lokalität enthalten, da es für eine ausreichende Bewertung durch Google nicht mehr ausreicht, nur das Thema der Website anzugeben.
Kurz gesagt fordert „Code Venice“ von lokalen Unternehmen einen erhöhten Arbeitseinsatz, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Daher sollten Kleinunternehmen vor allem auch in die Gestaltung der eigenen Website investieren. Eine Internetseite, die nutzerfreundlich aufgebaut ist und ein gutes Navigationskonzept aufweist, ist hierbei das A und O. Fühlt sich ein Webuser auf Ihrer Website wohl und erhält schnell die gewünschten Informationen, führt das, gemeinsam mit einer ausreichend optimierten Seite, zum gewünschten Erfolg und macht ihr Unternehmen konkurrenzfähig.


